Etwas verspätet, weil ich das ganze Wochenende gearbeitet habe: Die Plastiksammlung der letzten Woche. Insgesamt sind es 18 Teile mit einem Gewicht von 233g.
So langsam kristalisiert sich auch ein Problem heraus: In meinem Haushalt kaufe nicht nur ich ein. Das heißt, dass immer mal wieder Lebensmittel im Kühlschrank landen, die ich wegen ihrer Verpackung nicht gekauft hätte. Wenn ich sie dann mit verbrauche, landen sie natürlich in meiner Wochensammlung. Ein Faktor, den ich nur bedingt beeinflussen kann, weil ich die Kaufentscheidungen ja nicht treffe.
Wie macht ihr das? Wie gehen die plastikreduzierenden Paare mit dem Thema um? Sind beide gleichermaßen an dem Thema interessiert, oder gibt es Unterschiede? Da bin ich wirklich an euren Erfahrungen und Strategien interessiert, weil ich keine gute Lösung dafür hab.

Hallo Zora,
AntwortenLöschenIch bin der Freund von Nini, auf deren Blog aufgrund Prüfungs- und Umzugstrubel leider gerade nicht besonders viel los ist (→ http://fraeuleinnini.blogspot.de/), worunter auch die Plastiksammlerei ein wenig leidet. Ich denke, dass wir uns insgesamt ziemlich einig über unser Vorhaben sind und beide an einem Strang ziehen. Das hat auch den Vorteil, das man sich gegenseitig auch mal auf die Finger schaut ("Oh guck mal, gelatinefreie Gummibärchen" → sind nicht plastikfrei, also schön wieder raus aus dem Einkaufswagen). Also eigentlich die optimale Situation.
Dass die Vermeidung von überflüssigen Plastik von der Mitte unserer Gesellschaft als spleenig empfunden wird ist traurig, aber nachvollziehbar. Da überlegt man sich schon manchmal, ob man nicht besser schweigt und "sein Ding durchzieht". Ich denke aber, dass die Menschen, die wir gern haben es uns Wert sein sollten, dass wir ihnen unsere Gedanken, Positionen und Bedenken gegenüber "falschem Konsumverhalten" geduldig erklären. Falls ihr noch nicht darüber gesprochen habt, musst du ja auch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Man könnte sich z.B. auch zusammen eine Reportage über die katastrophalen Folgen des Plastikverbrauchs anschauen und darüber reden ("geht mir nicht mehr aus dem Kopf"). Quasi eine pädagogische Herangehensweise verfolgen und im Zuge dessen versuchen, stufenweise für das Thema zu sensibilisieren. Mal zusammen beim Bäcker vorbeischauen und bewusst auf den Beutel verzichten usw.
Viel Erfolg :-)
Tilmann
Hallo Tilmann,
AntwortenLöschenvielen Dank für die Antwort - ich hatte gehofft, von euch zu dem Thema zu hören, obwohl ich ja schon wußte, dass ihr euch da sehr einig seid.
Mein Mann weiß um meine Bemühungen und macht auch ziemlich viel mit und freut sich auch, wenn ich wieder was umgestellt habe. Er findet's gut und ist auch schon soweit sensibilisiert, dass er manchmal zu plastikfreien Alternativen greift. Oder ein Produkt im Supermarkt vorschlägt und dann genau weiß, dass mich die Verpackung stört, wenn ich es nicht will. Aber wenn er Lust auf ein bestimmtes Lebensmittel hat, dann kauft er es und verkocht es auch - "verkneifen" mag er sich die Sachen nicht, wohingegen ich das tue.
Wahrscheinlich ist es da wie mit so vielen Dingen: Geduld haben, Zeit lassen, selbst weitermachen. Darauf vertrauen, dass das eigene Verhalten die Menschen rundrum inspiriert. Kleine Schritte eben.
Euch wünsch ich eine bald wieder streßfreie Zeit und dass ihr die Kisten schnell wieder ausgepackt habt!
Viele Grüße
Zora